Rauhnacht 01. Jänner - Eine Entscheidung treffen

 

 

In dem Augenblick, in dem man sich einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen.

 

° Johann Wolfgang v. Goethe °

 

 

Heute ist der erste Tag des neuen Jahres. Eine Reise mit unendlich vielen Möglichkeiten beginnt. Und wie bei jeder Reise ist der erste Schritt dabei der entscheidende. Der 1. Januar - die achte Rauhnacht - ist der richtige Zeitpunkt, um alte Freunde zu treffen und einen Spaziergang in der Natur zu unternehmen. Traditionell hängt dieser Tag mit dem Theme "Glück" zusammen. Wir "verschenken" Glück in Form von Glückssymbolen, etwa vierblättrigen Kleeblättern, Marzipanschweinchen, Glückspfenningen oder Hufeisen, denen früher Zauberkräfte zugesprochen wurden und die noch heute schützend über die Haustüre gehängt werden.

 

Am 1. Januar sollten wir uns darauf konzentrieren, positive Kräfte zu "versenden", indem wir den anderen und uns selbst nur das Beste wünschen.

 

Bekanntlich ist jeder seines Glückes Schmied! 

Trotz aller äußeren Einflüsse, die wir weder verhindern noch bestimmen können, hängt unser Glück zum größten Teil von uns selbst ab - davon, wie wir handeln und was für Entscheidungen wir treffen. Kein Wunder also, dass viele Menschen regelmäßig darüber nachdenken, ob der Kurs, den sie eingeschlagen haben, noch der Richtige ist. 

  

 

Gerade zu Jahresbeginn, fehlt es meist nicht an guten Vorsätzen: 

Wir wollen gesünder leben, wollen abnehmen, mehr Sport treiben, mit dem Rauchen aufhören, mehr Zeit mit unseren Lieben verbringen usw....

 

Doch leider zeigt die Erfahrung immer wieder, dass gute Vorsätze allein nicht reichen, um etwas zu verändern. Meist haben wir sie nach wenigen Wochen wieder über Board geworfen. Damit wir unsere Ziele und Vorsätze auch umsetzen und erreichen können, brauchen wir Motivation.

 

Räuchermischung

1 Teil Weihrauch

2 Teile Myrrhe 

2 Teile Zeder

 

Räuchere heute das ganze Haus oder die ganze Wohnung. Denke daran, auch die Kellerräume, Schuppen oder die Garage mit der Räuchermischung zu reinigen. 

 

Das Feuerorakel

 

Eine sehr einfache, alte Form des Orakels ist das Feuerorakel. Ideal wäre wenn du im freien ein offenes Feuer entfachst, allerdings reichen Kerzen vor dir auf dem Tisch genauso aus. Stelle dir zunächst eine Frage:

 

Zu welchem Bereich deines Lebens möchtest du gerne mehr wissen? 

Wo ist es nötig, eine Entscheidung zu treffen? 

Wo gibt es Probleme? 

 

Setze dich nun vor das Feuer oder vor die Kerzen. Nimm eine entspannte Haltung ein, und schließe deine Augen. Lass deinen Atem zur Ruhe kommen, und leere deinen Geist, so gut das gerade möglich ist. Bleibe eine Zeit lang mit geschlossenen Augen sitzen; konzentriere dich dabei noch einmal auf deine Frage beziehungsweise dein Problem. 

Öffne nun deine Augen, und blicke entspannt in die Flammen. Vermeide dabei, auf einen bestimmten Punkt zu starren - lasse deinen Blick stattdessen weich auf den Flammen ruhen, oder lasse ihn frei herumschweifen, und wenn du blinzeln musst, dann solltest du das natürlich einfach tun. 

 

Was sagen dir die Flammen? Kannst du vage Formen oder Bilder entdecken? Was passiert wenn du noch tiefer schaust? Sind vielleich Gesichter oder Gestalten zu erkennen? Oder wird durch das Feuer eine Qualität in dir geweckt, wie etwa Kraft, Liebe, Klarheit oder Reinheit? Tauchen belastende Gefühle auf, die dir etwas sagen möchten? Oder vielleicht positive? Erzwinge nichts. Nimm einfach nur das auf, was in diesem Moment in den Fokus deiner Aufmerksamkeit rückt, was du im Augenblick spüren, erlauschen oder erkennen kannst. Beende das Orakel sobald du den Impuls dazu fühlst. 

 

Quellen:

Das Wunder der Rauhnächte - Valentin Kirschgruber

 Zeit für Rituale

 

 

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