Rauhnacht 29. Dezember - Den Körper heiligen

 

Tu deinem Leib etwas Gutes,

damit deine Seele Lust hat,

darin zu wohnen.

° Teresa von Ávila °

 

Heute werden wir dazu eingeladen, die spirituelle Dimension unseres Körpers zu erkunden und ihn gut zu pflegen. Gerade im Winter fällt dies oft nicht leicht. Schließlich ist es in den dunklen Tagen viel verführerischer, am warmen Ofen zu sitzen und sich mit Süßem zu verwöhnen, als hinaus in die Kälte zu gehen (Da bin ich wieder sehr froh, über unseren Familienhund Diego, der uns täglich an die frische Luft spazieren führt :-) )

 

 In den Rauhnächten haben Heilkräuter und naturheilkundliche Anwendungen eine sehr starke Wirkung. Jetzt können wir uns besonders gut von Altlasten befreien. Auf körperlicher Ebene entstehen diese Altlasten zum Beispiel durch Bewegungsmangel und Ernährungsfehler und werden dabei zur Belastung für unsere Organe und unseren Organismus. Belastungen entstehen auch dann, wenn wir den Kontakt zu unserem Körper verlieren und uns zu wenig spüren. Bekanntlich lebt der Mensch nicht vom Brot allein: Selbst wenn wir noch so gesund leben, können wir unserem Körper Schaden zufügen. Wie ein Kind brauchen wir nicht nur Kleidung und Nahrung, sondern auch Zuwendung und Berührungen, braucht unser Körper, neben Bewegung und einer guten Ernährung, Mitgefühl und Zuwendung. Die Zeit zwischen den Jahren ist eine gute Zeit, um Mitgefühl für sich selbst zu entwickeln - und das schließt eine mitfühlende, freundliche Haltung dem eigenen Körper gegenüber ein. In den Rauhnächten überwinden wir die Dunkelheit und treten in das Licht ein.

 

Die fünfte Rauhnacht steht mit dem Monat Mai in Verbindung - dem Wonnemonat, in dem das Leben wieder erblüht. Für einen Neubeginn ist es nie zu spät. Und es ist auch nie zu spät, dafür ein neues Körperbewusstsein zu entwickeln. Dieser Schritt lohnt sich auch im Hinblick auf unser spirituelles Wachstum, denn wenn wir achtsam handeln, kann unser Körper für uns zu einem Medium werden, das uns den Eintritt in die geistige Welt ermöglicht.

 

Achte auf deine Träume!

Träume in der Rauhnacht sind etwas ganz Besonderes. Schon unsere Ahnen haben in der Zeit der Rauhnächte sehr genau auf die Botschaften ihrer Träume geachtet. Was wir in der ersten Rauhnacht träumen - so heißt es - steht in enger Verbindung mit dem ersten Monat des nächsten Jahres. Die Träume der zweiten Rauhnacht geben Auskunft über den Februar, die der dritten über den März und so fort. Doch dies ist nur ein Aspekt, denn natürlich tragen die Träume in der Rauhnachtszeit noch viel weitreichendere Botschaften. Falls wir uns an unsere Träume erinnern können, sollten wir intuitiv versuchen, die Bedeutung der Traumszenen zu erfassen. Achten wir dabei vor allem darauf, was in unserem Traum passiert ist und wie unsere Gefühle waren, denn die Gefühle geben uns Aufschluss über alles Wesentliche.

 

Heilanwendungen

Die Rauhnächte sind nicht nur heilige, sondern auch heilende Nächte. Die Wirkung der Heilanwendungen aller Art ist heute besonders positiv. Nutze das, um deinen Körper zu pflegen und ihm heilende Kräfte zu schenken. 

 

Führe deinem Körper jetzt genug Wärme zu. Äußerlich durch warme Kleidung, Bäder, Massagen oder Sauna- und Dampfbadbesuche, innerlich durch heiße Getränke und Suppen sowie körperliche Aktivitäten. Lange Spaziergänge eignen sich ebenso wie die meisten Wintersportarten, um den Stoffwechsel zu aktivieren und die Lebenskräfte anzuregen. 

 

Führe bei Bedarf Inhalationen mit Meersalz, Kamillenblüten oder Bockshornkleesamen durch. 

 

Kräutertees wie Holunderblüten-, Lindenblüten-, Hagebutten-, Brombeerblätter- oder Thymiantee bringen dich jetzt gut durch die dunklen Tage. 

 

Auch homöophatische Mittel sind in den Rauhnächten besonders wirkungsvoll.


Orakel - Eine Zwiebel befragen

Eine seit Jahrhunderten überlieferte Form der Wetterprophezeiung ist das Zwiebelorakel. Um herauszufinden, wie das Wetter im nächsten Jahr werden wird, soll man in einer Rauhnacht eine große Zwiebel der Länge nach in der Mitte durchschneiden. Aus jeder Hälfte nimmt man sechs Näpfe beziehungsweise Schälchen, also insgesamt zwölf. Diese legt man in einer Reihe auf ein Brett und bestreut die Näpfchen jeweils mit etwas Salz. Der Reihe nach representiert das erste Zwiebelnäpfchen den Januar, das zweite den Februar und so weiter. 

Am nächsten Morgen sieht man nach, in welchen Zwiebelnäpfchen das Salz nass geworden ist. Je nachdem, wie das Salz in den Näpfen beschaffen ist, ist in den entsprechenden Monaten mit nasser, feuchter oder trockener Witterung zu rechnen.

 

 

Quellen:

Das Wunder der Rauhnächte - Valentin Kirschgruber

Zeit für Rituale 

 

 

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