Rauhnacht 28. Dezember - Seiner inneren Weisheit vertrauen

 

Wer Vertrauen hat, 

erlebt jeden Tag Wunder. 

° Epikur °

 

Die vierte Rauhnacht steht mit dem Monat April in Verbindung. Sicher kennst du die wohl bekannteste Bauernregel: 

 

"April, April der macht was er will."

 

Im April ist das Wetter derart wechselhaft, dass niemand weiß, wie es am nächsten Tag sein wird. Doch was in der vierten Rauhnacht und im April im Kleinen passiert, versinnbildlicht auf höherer Ebene die "Launenhaftigkeit" des Lebens. Denn auch unser Leben macht im Grunde stets, was es will. Und leider werden wir niemals nach unserer Meinung dazu gefragt.

 

Gewinn und Verlust, Freude und Trauer, Gesundheit und Krankheit, Erfolg und Misserfolg - sie alle wechseln einander in unvorhersehbarer, scheinbar willkürlicher Weise ab, und eines ist dabei sicher: Wir haben keine große Wahl. Sicher - durch unser Handeln können wir viel Schaden von uns abwenden und so manchen Fehler vermeiden. Ob uns das Schicksal jedoch gnädig ist oder nicht, das entzieht sich vollkommen unserer Kontrolle. 

 

Die Rauhnächte sind eine Zeit tiefgreifender innerer Verwandlungen. Die "Neugeburt", die wir dabei erfahren können, macht uns zwar nicht immun gegen die vielen Prüfungen des Lebens, doch sie kann Kräfte in uns nähren, die uns stärken und uns befähigen, unser Schicksal zu meistern. In der Stille der Rauhnächte können wir an die Quelle unserer Seelenkraft zurückkehren.

 

Bauernregeln für den 28. Dezember

 

"Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte,

vergeht der Frost nicht in Bälde."

 

"Schneit´s an unschuldige Kindl,

fährt der Januar in die Schindel."

 

 

Räuchermischung

 

2 Teile Myrrhe

2 Teile Weihrauch

1 Teil Tanne 

 

Rauhnachtsbräuche und Regeln

  • Fremden Tieren soll man in den Zwölften nicht trauen. Oft nehmen Hexen und Dämonen deren Gestalt an, um sich unbemerkt in Haus, Hof und Stall einzuschleichen. Bekreuzigt man sich dreimal vor ihnen, ist man aber vor ihnen geschützt.
  • In den Zwölften können die Tiere sprechen, doch man soll sie dabei nicht absichtlich belauschen. 
  • Während der Rauhnächte darf dein Mist ausgetragen werden, dann wird das Vieh während des folgenden Jahres nicht krank werden. 

 

Quellen:

Das Wunder der Rauhnächte - Valentin Kirschgruber

Zeit für Rituale 

 

 

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