Rauhnacht 27. Dezember - Sich öffnen

 

Wie oft soll es gesagt werden, 

dass wir von Wundern umgeben sind,

insofern wir Geistesgröße genug haben,

sie zu erfassen...

 

° Achim von Arnim °

 

 

Der Trubel der Weihnachtsfeierlichkeiten liegt inzwischen hinter uns, vermutlich sind die meisten Gäste wieder aufgebrochen. Falls du an Weihnachten noch keine Gelegenheit dazu hattest, dann wird es jetzt höchste Zeit, sich wirklich einmal ganz um sich selbst zu kümmern. 

 

Viele Sagen künden davon, dass das Tor zur geistigen Welt in den Rauhnächten weit geöffnet sind. Der Kontakt zu Geistern sowie den Seelen der Verstorbenen kann für viele in dieser Zeit zu einer ergreifenden Erfahrung werden. Allerdings können wir das, was jenseits des Sichtbaren und Alltäglichen liegt, nur dann sehen, wenn wir uns bereitwillig dafür öffnen.

 

Lenke deine Aufmerksamkeit dazu ganz nach innen und weg von der Oberfläche, deren Reize uns gewöhnlich ganz in ihren Bann ziehen. Warte ab. Lasse dich vom Leben überraschen. Ganz gleich, ob du heute Menschen oder Tieren begegnest oder ob bekannte oder unbekannte Stimmungen, Bilder, Erinnerungen oder andere Gedanken in dir auftauchen - urteile nicht zu schnell.

 

Frage dich, was sich hinter deinen Erfahrungen verbergen könnte, erweitere deinen Blickwinkel. Jeder Besucher, ob es nun ein Vogel im Garten oder ein Nachbar ist, kann möglicherweise auf etwas Wichtiges hindeuten. Vertraue deiner Intuition!

 

 

Meditation - Was ist jetzt?

 

  • Setze dich aufrecht und entspannt auf eine Stuhl oder den Boden. Schließe die Augen, lass deinen Atem und deine Gedanken zur Ruhe kommen. 
  • Öffne dich nun nach einigen Atemzügen ganz für den gegenwärtigen Augenblick. Stelle dir innerlich die Frage: "Was ist jetzt? Was passiert gerade? Was kann ich in genau diesem Moment wahrnehmen?"
  • Versuche nicht, nach bestimmten Erfahrungen zu suchen, sondern registriere nur, wo deine Aufmerksamkeit ganz natürlich hinfließe. Dies kann etwa eine Körperempfindung sein - kalte Füße, ein Jucken am Rücken, das Gefühl von Spannungen oder auch von Entspannung. Vielleicht ist da plötzlich ein Geräusch, das deine Aufmerksamkeit gerade fesselt. Oder es tauchen bestimmte Gedanken, Erinnerungen oder Pläne in deinem Bewusstsein auf. 
  • Was immer du gerade wahrnimmst: Akzeptiere es, lasse es ganz und gar zu, und versuche nicht, etwas zu verändern. Taucht ein unangenehmes Gefühl in dir auf? Das ist in Ordnung - schaue es dir einfach an, ohne es zu verdrängen, ohne es festzuhalten und sich hineinzuvertiefen. Und wenn angenehme Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen auftreten, ist das natürlich ebenso in Ordnung. Versuche nichts festzuhalten. 
  • OFFEN FÜR DEN MOMENT SEIN - DAS IST ALLES.
  • Richte deine Aufmerksamkeit nach einigen Minuten wieder auf deine Körperhaltung. Nimm noch zwei bis drei Atemzüge Zeit, bevor du die Augen wieder öffnest. 

 

Bauernregeln für den 27. Dezember

"Hat der Evangelist Johannes Eis, 

dann macht es der Täufer Johannes (24. Juni) heiß.

 

 

Räuchermischung

 

Räuchere heute nach Möglichkeit besonders ausgiebig, und zwar alle Räume, in denen du dich regelmäßig aufhältst. 

 

3 Teile Wacholderbeeren

1 Teil Wacholderspitzen

1 Teil Weihrauch

 

 

Quellen:

Das Wunder der Rauhnächte - Valentin Kirschgruber

Zeit für Rituale  

 

 

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