Loslassen - Ein Ritual




Viele tun sich schwer damit, Dinge oder Menschen loszulassen. Manchmal ist das nur lästig oder unbefriedigend. Manchmal kann es aber auch richtig weh tun oder Schaden zufügen.


Manchmal fängt es ganz harmlos an: Man kann sich von nichts trennen und hebt alles auf. Alte Bücher, Postkarten, Kleidung, Dinge, die einem im Leben zugefallen sind, Ererbtes von den Eltern – bis Räume und Haus bis unters Dach angefüllt sind.


Warum fällt es schwer, loszulassen?

Da gibt es sicher viele Motive, so verschieden, wie die Menschen sind. Zudem ist es eine Grundeigenschaft des Menschen, “anzuhaften”, wie man im Buddhismus sagt. Also sich an gewisse Dinge zu klammern, an ihnen festzuhalten.


Ich nenne hier nur mal einige wenige Motive.


Sicherheit:

Ein Klassiker. Die meisten Menschen halten aus Angst und um der Sicherheit willen an etwas fest. Job, Partnerschaft, Freundschaft – wer weiß, ob man sonst etwas

anderes oder “besser Passendes” findet.


Aufgeben ist bitter:

Egal, ob man einige (kreative) Träume aufgeben muss, die man nicht verwirklichen kann. Oder ob man ein Projekt aufgeben muss, in das man schon viel Zeit und Geld gesteckt hat.


Schwierigkeit, sich zu beschränken:

Viele, die sich nicht entscheiden können, können in Wirklichkeit nicht auf etwas oder jemanden verzichten.


Gewohnheitsdenken und Angst vor Neuem:

Man bleibt lieber in den alten, vertrauten, selbst schmerzhaften Bahnen, als sich in die Unsicherheit des Neuen zu begeben.


Erinnerungen:

Früher war es doch so schön – sollte man daran nicht wieder anknüpfen können? Doch dabei ignoriert man, dass alles sich verändert und gegebenenfalls

in unterschiedliche Richtungen läuft.


Treue, Verantwortungsbewusstsein, Samaritertrieb, man will niemanden verletzen:

An sich durchaus positive Eigenschaften. Doch wenn man sie übertreibt und gegen eigene Bedürfnisse richtet, gehen sie nach hinten los.


Liebe und Sympathie für den anderen:

Sehr schwer - doch auch hier gilt: Wenn Bedürfnisse und Grenzen überschritten werden, sollte man handeln. Erst recht, wenn das Ganze zu viel kostet oder permanent Schmerz bereitet.


Die erste und wichtigste Pflicht gilt einem selbst, nicht dem anderen.


Warum ist es wichtig, loszulassen?

Nun, manchmal ist “nur” das Haus überfüllt. Oder man hat irgendwann keine freie Minute mehr, bekommt seine Aufgaben nicht erledigt oder liefert nur “Mittelmaß” statt volle Qualität ab. Manchmal pflegt man Freundschaften nur mit halbem Herzen – und erweist sich und dem anderen einen “Bärendienst”. Oder man bremst sich aus und entfaltet nicht sein volles Potenzial.


Manchmal ist es aber auch schlimmer:

Man verliert Energie, Kraft, leidet, ist unglücklich, fügt sich und anderen Schaden zu, wird krank.


Wer am Alten festhält, hat keinen Platz für das Neue.


Mehr noch: Er wird das Neue buchstäblich nicht sehen. Es wird seiner Aufmerksamkeit entgehen oder er wird seine Bedeutung nicht richtig einschätzen.


Ein kleines Ritual zum Loslassen


Fragen:

- bin ich zufrieden?

- was möchte ich loslassen?

- was belastet mich und hindert mich?

 

Zeitpunkt: Neumond


Vorbereitung:

1. Körperlich - Salzbad

2. Raumreinigung, Swingungserhöhung, (Räucherungen und Segnung um die negative Energie zu entfernen.)
3. Ritualgegenstände vorbereiten. (Kerze, Stift, Papiert, Kessel z. verbrennen)
4. Musik, - Mantras



Durchführung:

Ich verbinde mich mit der universellen Energie. Schutzgebet. Bitten um Schutz, Hilfe, Führung, und Segnung während des Rituals. Kerzen segnen.


zünde die Kerze an 

Kerzenlicht beobachten. Ich gehe in die Stille, konzentriere mich auf mein Vorhaben, und öffne mich für die hochkommenden Bilder.


Papier uns Stift 

Ich schreibe mir auf was ich vom meinem Leben loslassen möchte. Eigenschaften, Gewohnheiten, Krankheiten, Menschen, Gegenstände usw.


Verbrennung

Ich zünde den Zettel an. Ich beobachte bis zur Asche verbrannt ist, dabei spüre ich eine Erleichterung.


Abschied nehmen

Ich streue die Asche in den Wind. Verabschiede mich vom alles was ich nicht mehr brauche. Zum Schluß stelle ich mir bildlich vor wie mein Leben ohne die "Lasten" weitergeht.


Danksagung

Ich bedanke mich b. dem Universum für die Unterstützung und göttlicher Hilfe. Ich bitte um Kraft, Energie und Wille die Veränderunge in meinem Leben zu realisieren, und

das Ergebnisse zu akzeptieren.


Zum Schluss lösche ich die Kerze aus.


Loslassen

Loslassen von Dingen, Illusionen, Menschen bedeutet zu akzeptieren, daß wir nicht bekommen, was wir uns gewünscht hatten. Wenn wir zulassen können, daß es so ist, wie es ist, und nicht anders - dann hat die Qual ein Ende. Der tiefe Schmerz, die Traurigkeit über die verlorene Illusion kann jetzt Platz nehmen. Wir können ihr Raum geben und danach

kommt die neue Energie.


Loslassen ist ein Prozess der 4 Phasen durchläuft.

· Akzeptieren, es ist wie es ist

· Den Schmerz tief fühlen

· Abschied - gehenlassen

· Neue Energie


Hartnäckige Themen kommen wieder. Der Prozess wird wieder von vorne gestartet, manchmal dauert es eine Weile bis uns ein schmerzhaftes Ereignis endlich verlassen hat. Zwischen Schmerz und neuer Freude werden die Abstände mit jedem Loslassen kürzer. Das bedeutet der Schmerz wird immer kleiner, und die Freude über die neu gewonnene Freiheit wird größer.



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